Ghoul
Nein sowas, da hab ich mein tolles Community-Spielzeug doch glatt eineinhalb Wochen vernachl?ssigt. Asche auf mein Haupt.

Aber ich war auch schwer besch?ftigt. Haupts?chlich mit dem Bemitleiden meiner selbst, der Vernichtung von Unschuldigen Bieren und der Bet?tigung als Musikerhure. Die letzten beiden Punkte gehen praktisch parallel, n?chtern k?nnte ich beim Besten willen keine Tanzmusik auf Sch?tzenfesten spielen. Andererseits, f?rs Saufen und Schlagzeugen noch ordentlich Kohle kriegen, da kann ich mich nicht beschweren. Zumal man zu fortgeschrittener Stunde einem Wolfgang-Petry-Song durch exzessiven Einsatz eines Double-Bass-Pedals einen recht netten Anstrich verpassen kann. Die Beschwerden innerhalb der Band schmettert man dann am besten mit dem dezenten Hinweis auf die Tatsache, dass gute Drummer schwer zu kriegen und verdammt teuer sind, ab. Wirkt immer.

Kommen wir nun zum sch?nen Thema Selbstmitleid. Jahaaa. Herrlich. Ich bin eigentlich kein sonderlich tollpatschiger oder ungeschickter Mensch. Mir ist blo? meine Umwelt ziemlich egal. Das hat mitunter einen nicht unerheblichen ungewollten Hang zur Selbstzerst?rung zur Folge. So auch letztes Wochenende. /me befindet sich auf irgendeiner Party, will eine Treppenstufe hinunterschreiten und verwechselt dabei die Begriffe "Elegant" und "Mit dem Gesicht zuerst". Die Tischkante die mir auf halbem Weg nach unten begegnete war fatal.

Das Resultat: eine aufgeplatzte Unterlippe, ein Riss im oberen Zahnfleisch, eine angeknackste Nase und ein h?bsch anzuschauendes Blutbad. Noch sch?ner ist es nur noch, wenn einem das Halb geronnene Blut so langsam im der Nase festtrocknet und man pl?tzlich niesen muss, w?hrend man krampfhaft versucht das Frische Blut, dass aus der klaffenden Wunde in der Lippe in den Mund l?uft runterzuschlucken. Der ung?nstigste Ort an dem man sich dabei befinden kann, ist ein wei? gekachelter Abort, w?hrend neben einem zwei v?llig nichtsahnende Menschen ihr Gesch?ft verrichten. Der Typ rechts von mir fand es jedenfalls nicht besonders gut dass ich pl?tzlich die wei?en Fliesen mit roten Sprenkeln ?berzog. Zumindest w?rde ich mal behaupten dass ein gebr?lltes "Fuck!!!" und laute W?rgeger?usche ein Ausdruck ?usserster Missgunst waren.

Die harten Jungs die kein Blut sehen k?nnen. Irgendwie fiel mir spontan die Szene aus Fight Club ein, dort wo der Besitzer der Kneipe in den Keller kommt, Mister Durden sich ordentlich von ihm Verm?beln l?sst und den Kerl anschlie?end so richtig mit Blut besudelt. Ich hab mich allerdings damit begn?gt meinem Gegen?ber nur noch ein blutiges Grinsen zuzuwerfen, man muss ja nicht ?bertreiben.

Oh, und bevor ihr fragt, ich kann wieder feste Nahrung zu mir nehmen.

Gesamtsituation: gepflegt
heutiger Ohrwurm: The Traceelords - Urinelove

Hassliste
- Tischkanten
- Sch?tzenfeste
- Bewegungslegastheniker
- Blumfeld
- Treppenstufen


Mir f?llt gerade auf, dass ich den "Graphic Content"-Sticker ?ber meinem Beitrag vergessen habe. Kids, don't try this at home. Dabei kann man n?mlich sehr leicht Kleinteile einatmen.

2.6.05 01:04


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